Die Geschichte der Homöopathie

Neue, 6-teilige Reihe, ab 26. August 2010, wöchentlich donnerstags, um 19 Uhr in BR-alpha

(Wh.: freitags 9.30 Uhr)

1810, vor genau 200 Jahren, erschien das Grundlagenwerk der Homöopathie, das „Organon der Heilkunst“ von Samuel Hahnemann. Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen häufig mehr schadet als hilft. Im Zeitalter der „heroischen Medizin“ gehören Aderlässe, blutiges Schröpfen und Klistiere zum Standard- Repertoire der Mediziner. Sie verabreichen ihren Patienten Brechmittel und Gifte wie Quecksilber – auf der Grundlage von Theorien, die seit der Antike überliefert sind und nie praktisch überprüft wurden.

Samuel Hahnemann (1755 – 1843) wendet sich von dieser Medizin mit Schrecken ab. Doch bald entdeckt er die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Er experimentiert eifrig – zunächst an sich selbst, dann auch mit seinen Schülern. Immer mehr Patienten wenden sich an den „Martin Luther der Medizin“, wie Hahnemann sich selbst einmal bezeichnet. Er erzielt Erfolge mit Medikamenten, die sehr wenig, ja teilweise gar nichts mehr der Ausgangssubstanz enthalten. Seine neue, sanfte Lehre der Homöopathie begründet er vor genau 200 Jahren in seinem Grundlagen-Werk. Es erscheint erstmals 1810 unter dem Titel „Organon der rationellen Heilkunde“. Bald ist es als „Organon der Heilkunst“, wie das Buch ab der zweiten Auflage heißt, die Bibel der Homöopathen.

BR-alpha zeichnet in einer neuen, 6-teiligen Dokumentationsreihe das bewegte Leben Samuel Hahnemanns nach und erzählt die Geschichte der Homöopathie. „Die Geschichte der Homöopathie“ ist ein spannendes Stück Medizingeschichte über eine Heillehre, die wegen ihrer unbestrittenen Heilungserfolge inzwischen selbst von zahlreichen Schulmedizinern anerkannt wird, auch wenn ihre wissenschaftlichen Grundlagen von vielen nach wie vor angezweifelt werden.

„Die Geschichte der Homöopathie“ ist eine Produktion der INTER/AKTION im Auftrag von BR-alpha.

Die einzelnen Folgen:

Donnerstag, 26. August, 19 Uhr
Die Suche nach einer anderen Medizin (1/6)

Samuel Hahnemann kommt am 10. April 1755 in Meißen zur Welt und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Dank seiner Begabung für Sprachen kann er jedoch das Gymnasium besuchen und schließlich Medizin studieren. Er lernt die Methoden, die in der ärztlichen Pressemitteilung Praxis seiner Zeit gang und gäbe waren: Aderlass, Schröpfen, Verabreichen von Einläufen, die Gabe von Brechmitteln. Diese Praktiken kommen aus der Humoralpathologie, der antiken Krankheitslehre, die auf Hippokrates und Galen zurückgeht.

Hahnemann erkennt, dass diese Behandlungen den Patienten häufig mehr schaden als nutzen und gibt die eigene ärztliche Praxis auf. Er verlegt sich auf die Übersetzung medizinischer Schriften und arbeitet als Bibliothekar und Leibarzt von Adeligen, um seine immer größer werdende Familie zu ernähren. Insgesamt elf Kinder bringt seine Frau Johanna Küchler, eine Apothekerstochter, zur Welt. Innerhalb von 20 Jahren ziehen sie 20 Mal um – immer auf der Suche nach einer besseren Anstellung oder einer günstigeren Wohnung.

Donnerstag, 2. September, 19 Uhr
Ähnliches mit Ähnlichem, das Simile-Prinzip (2/6)

Bei der Übersetzung eines Arzneimittel-Lehrbuches fällt Samuel Hahnemann eine Unstimmigkeit auf. Er unternimmt einen Selbstversuch mit Chinarinde und stellt bei sich genau die Symptome fest, gegen welche Chinarinde eingesetzt wird. Heute wissen wir, dass Hahnemann an einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff litt, dennoch ist dieser Versuch für ihn der Ausgangspunkt, seine „Ähnlichkeitsregel“ zu entwickeln.

Hahnemann postuliert, Ähnliches könne mit Ähnlichem geheilt werden – er sucht nun also Mittel, die Wirkungen haben, die echten Krankheiten möglichst ähnlich sind. Diese Mittel verdünnt er dann auf spezielle Weise so stark, dass kaum noch etwas von der Ausgangssubstanz in ihnen vorhanden ist. Er nimmt seine ärztliche Praxis wieder auf und beginnt erneut, Patienten zu behandeln. Seine Ergebnisse beschreibt er im „Organon der Heilkunst“, das 1810 in der ersten Auflage erscheint.

Donnerstag, 9. September 19 Uhr
Das Prinzip der Potenzierung (3/6)

Nachdem Samuel Hahnemann im Jahre 1810 zum ersten Mal die Grundlagen seiner neuen Heilmethode veröffentlicht hat, stellt er seine Lehre an der Universität Leipzig vor. Neun Jahre lang unterrichtet er dort die Homöopathie. Zudem forscht er weiter an der ‚Potenzierung’ genannten Verdünnung, die ein homöopathisches Medikament ausmacht. Er gerät in heftige Auseinandersetzungen mit Schulmedizinern und Apothekern seiner Zeit. Diese halten Hahnemanns Lehre für Humbug und glauben nicht, dass solche stark verdünnten Ausgangsstoffe irgendeine Wirkung haben können.

Doch ist es nicht nur die Verdünnung, die ein homöopathisches Mittel wirksam machen soll: Hahnemann fordert, dass seine Medikamente nach dem aufwändigen Verfahren der Potenzierung hergestellt werden müssen. Das heißt, die Ausgangsstoffe werden nicht einfach nur verdünnt, sondern in einer genau festgelegten Abfolge von Verreiben im Mörser, Auflösen in Alkohol und Schütteln der Verdünnung produziert. Damit soll dem Wirkstoff Energie zugefügt werden. Diese Energie soll die Lebenskraft des geschwächten Patienten anregen und ihm so zur Selbstheilung verhelfen.

Heutzutage werden homöopathische Medikamente, nach den Vorschriften Hahnemanns, von Pharma-Unternehmen hergestellt.

Donnerstag, 16. September 19 Uhr
Kritik an Hahnemanns Lehre (4/6)

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt die Homöopathie sich zu etablieren. Dennoch hat sie damals – wie auch heute – viele Gegner. Der wichtigste Kritikpunkt: Homöopathie wirke nicht besser als ein Placebo. Schon 1835 wird die Homöopathie zum ersten Mal wissenschaftlich auf die Probe gestellt. Beim ersten Doppelblindversuch der Medizingeschichte wollen die Ärzte Nürnbergs die Wirkungslosigkeit der Homöopathie unter Beweis stellen.

Heute wird die Homöopathie, wie alle anderen Heilverfahren auch, mit wissenschaftlich abgesicherten medizinischen Studien untersucht. Dabei soll herausgefunden werden, ob homöopathische Arzneimittel wirksam sind oder nicht. Die Studienlage ist uneindeutig, und die Forscher kommen immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Auch nach welchem Mechanismus die Homöopathie wirken könnte, hat man bisher nicht klären können.

Samuel Hahnemann streitet im 19. Jahrhundert erbittert gegen seine Kritiker. Als ihm das Recht Arzneimittel auszugeben in Leipzig verwehrt wird, zieht er in die Stadt Köthen im heutigen Sachsen-Anhalt.

Donnerstag, 23. September, 19 Uhr
Ausbreitung und Weiterentwicklung (5/6)

Die Homöopathie findet trotz aller Anfeindungen schnell viele Anhänger. Sie breitet sie sich schon zu Hahnemanns Lebzeiten über die ganze Welt aus. Heute spielt sie besonders in Indien eine wichtige Rolle. Dort ist sie neben der klassischen indischen Ayurveda-Medizin der Schulmedizin gleichgestellt. Auch in anderen Ländern wird die Homöopathie als ernstzunehmende Alternative zur Schulmedizin gesehen.

In Deutschland hat sich die Homöopathie vor allem über Laienvereine etabliert. Diese spielten im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine große Rolle. Die Mitglieder teilten sich eine Hausapotheke, so dass jeder Zugriff auf die Medikamente hatte. Fortbildungsabende brachten den Mitgliedern die theoretischen Grundlagen nahe.

Die Homöopathie ist heute auch im deutschen Gesundheitssystem verankert. Private Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten, und auch immer mehr gesetzliche Krankenkassen kommen über die so genannte Integrierte Versorgung für die homöopathische Behandlung auf.

Die Homöopathie hat sich jedoch nicht nur räumlich verbreitet. Ihr Gedankengut wurde auch von anderen Therapieformen aufgegriffen und weiter entwickelt. Beispiele hierfür sind Schüssler-Salze, Bach-Blüten oder die anthroposophische Medizin.

Donnerstag, 30. September, 19 Uhr
Ausbildung und Anwendung heute (6/6)

Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, lernt in seinem achtzigsten Lebensjahr die 34-jährige Pariser Künstlerin Melanié d'Hervilly kennen. Die Malerin hat in Frankreich von Hahnemanns Lehre gehört und reist nach Köthen, um sich vom Meister selbst behandeln zu lassen. Die beiden verlieben sich augenblicklich und heiraten nach nur drei Monaten.

Hahnemann zieht mit seiner neuen Frau in die französische Hauptstadt und eröffnet dort eine Praxis. Adelige aus ganz Europa kommen zu ihm, und so blüht der Altmeister im hohen Alter noch einmal auf. Er bemüht sich um die Ausbildung junger Homöopathen und entwickelt auch in Paris seine Lehre weiter. Hahnemann arbeitet mit immer höheren Verdünnungen und entwickelt am Ende seines Lebens die so genannten Q-Potenzen, Verdünnungen in Schritten von 1:50.000. Heute verwenden Homöopathen diese Q-Potenzen vor allem bei der Behandlung chronischer Krankheiten.

Die Ausbildungswege zum Homöopathen sind vielfältig und nicht einheitlich geregelt. Wer Homöopath werden will, muss entweder ein schulmedizinisches Studium absolvieren und sich anschließend in Kursen weiterbilden, oder er muss eine Ausbildung zum Heilpraktiker machen, der sich eine weitere Ausbildung zum Homöopathen anschließt.

16.07.2010


Breites Wirkprofil von Traumaplant® ist klinisch gut belegt

Aktuelle Untersuchungen belegen ausgeprägt antiödematöse, analgetische, entzündungshemmende und zugleich wundheilungsfördernde Eigenschaften. Einen Überblick über die exzellente Studienlage zu Traumaplant® gab der Münchener Orthopäde und Sportmediziner Professor Dr. med. Wolfgang Pförringer auf einer Pressekonferenz.
Jedes Jahr ereignen sich etwa 5,5 Millionen Unfälle, mehr als die Hälfte davon im häuslichen Umfeld, weitere 24 Prozent beim Sport. Die Folgen sind schmerzhafte Prellungen, Distorsionen, Myalgien und Kontusionen, oft begleitet von Schürfwunden. Zur Behandlung haben sich Kälteanwendungen, Hochlagerung und Kompression sowie die kurzfristige Anwendung von nicht steroidalen Entzündungshemmern (NSAR) etabliert. Letztere führen zwar schnell zu einer Schmerzlinderung, können zum Teil aber erhebliche Nebenwirkungen verursachen.
Eine hochwirksame und verträgliche pflanzliche Alternative bieten Zubereitungen aus Beinwell (Symphytum), der ausgeprägt schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend wirkt. Für die Hochleistungssorte Trauma-Beinwell werden nach der Ernte nur die wertvollen oberirdischen Teile (Blüten und Blätter) verarbeitet. Zubereitungen aus den oberirdischen Teilen sind frei von leberschädlichen Pyrrolizidinalkaloiden und zeichnen sich durch eine entsprechend gute Verträglichkeit aus. Daher ist Traumaplant® die einzige Schmerzsalbe, die auch auf offene Schürfwunden aufgetragen werden darf.
Außerdem zeichnet sie sich durch ein besonders breites Wirkprofil und eine klinisch-pharmakologisch exzellente Studienlage aus.

Exzellente Studienlage
Bei Patienten mit akuten Sprunggelenksdistorsionen waren in einer klinischen Studien Schmerzen und Schwellungen bereits nach drei Tagen eindrucksvoll gebessert [1]. Neben ihrer schmerzlindernden, antiphlogistischen und antiinflammatorischen Wirksamkeit fördert die pflanzliche Schmerzsalbe die Wundheilung: In einer klinischen Studie verkürzte Traumaplant® die Abheilzeit bei frischen Schürfwunden um drei Tage [2]. Bei Myalgien trägt die Behandlung mit Traumaplant® dazu bei, dass die Beweglichkeit schneller wieder hergestellt wird [3]. Dies gilt selbst für chronifizierte, hartnäckige Verspannungen im Schulter-Nackenbereich. Hier kann diese pflanzliche Schmerzsalbe die Erfolge der physikalischen Therapie signifikant verbessern [4].

Fazit für die Praxis
Akute Muskel- und Gelenkschmerzen und selbst hartnäckige und teilweise chronifizierte Schmerzen im Schulter-, Rücken-, und Nackenbereich sprechen gut und schnell auf eine Behandlung mit Traumaplant® an. Da diese spezielle Schmerzsalbe neben antiinflammatorischen, analgetischen und antiödematösen Wirkungen auch klinisch relevante wundheilungsfördernde Eigenschaften besitzt, eignet sie sich in besonderem Maß auch zur Anwendung bei Prellungen und Verstauchungen mit oberflächlichen Schürfwunden, wie sie vor allem auch bei Kindern bei Sport und Spiel vielfach auftreten. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Verträglichkeit ist diese pflanzliche Schmerzsalbe bereits für Kinder ab 4 Jahren geeignet.
Der Orthopäde und Sportmediziner Prof. Dr. med. Wolfgang Pförringer nimmt zur aktuellen Studien- und Datenlage Stellung:
Beinwell hat eine lange Anwendungshistorie bei stumpfen Traumen und Verletzungen. In jüngerer Zeit wurden diese traditionellen Erfahrungswerte im Rahmen moderner klinischer Studien für eine topische Zubereitung aus den oberirdischen Pflanzenteilen des speziell selektierten Kultivars Symphytum x uplandicum NYMAN ‚Harras‘ umfangreich nachgewiesen. Dieser spezielle Kultivar zeichnet sich darüber hinaus durch das Fehlen von Pyrrolizidinalkaloiden in den medizinisch verwendeten Pflanzenteilen aus, was auch eine Anwendung bei verletzter Haut gestattet.
Die Wirksamkeit bei Verstauchungen wurde in einer kontrollierten Doppelblindstudie nachgewiesen. In dieser Studie zeigte sich eine signifikant schnellere Abheilung der Beschwerden unter Anwendung der Beinwellzubereitung, neben überraschend hoch ausgeprägten analgetischen und antiödematösen Effekten. Einer der auffälligsten Effekte von Beinwellsalbe bei stumpfen Traumen ist der rasche Rückgang von Schwellungen.
Da stumpfe Traumen wie Verstauchungen häufig von Schürfwunden begleitet sind, wurde auch der Frage der Anwendbarkeit von Beinwellsalbe auf verletzter Haut nachgegangen. In einer kontrollierten Doppelblindstudie konnte eine signifikant schnellere Abheilung von Schürfwunden nachgewiesen werden.
Die Beobachtung analgetischer Effekte in den klinischen Studien führte zu einer weiteren kontrollierten Doppelblindstudie mit dem Ziel, die analgetische Wirkung bei typischen muskulären Beschwerden des Rückens zu untersuchen. Die Spezialzubereitung aus den oberirdischen Pflanzenteilen von Beinwell zeigte ausgeprägt schmerzlindernde Effekte. Diese Befunde wurden aktuell auch in einer offenen Studie an Patienten mit schmerzhaften Beschwerden der Hals- und Schultermuskulatur bestätigt – die Gabe von Beinwellsalbe zusätzlich zur Anwendung physikalischer Maßnahmen erbrachte dabei deutlich bessere Effekte als die alleinige Anwendung physikalischer Rehabilitationsmaß nahmen.
Für Zubereitungen aus dem speziellen Kultivar des medizinischen Beinwells ist damit in modernen klinischen Studien die praktische Anwendung der für Beinwell bekannten antientzündlichen, antiödematösen, analgetischen und wundheilungsfördernden Effekte nachgewiesen.

Literatur:
1. Kucera M, Barna M, Horacek, O, Kovarikova J, Kucera A. Wirksamkeit und Sicherheit von topisch angewandter Symphytumkraut-Creme in der Behandlung von Sprunggelenksdistorsionen: Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten klinischen Doppelblindstudie Wiener Med Wschr 2004;154/21–22:498–507.
2. Barna M, Kucera A, Hladicova, Kucera M. Der wundheilende Effekt einer Symphytum-Herba-Extrakt-Creme (Symphytum X uplandicum Nyman): Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten Doppelblindstudie. Wiener Med Wschr 2007;157/21–22:569–574.
3. Kucera M, Barna M, Horacek, O, Kalal J. Symphytum-Herbaextraktcreme gegen Myalgien: Eine Doppelblindstudie. Therapiewoche 2005;9:243–248.
4. Guth A, Schmidt M. DerAllgemeinarzt 2010 (im Druck).

Quelle: Pressekonferenz, Cassella-med GmbH & Co. KG

21.06.2010


Neuer Flyer von Pascoe Naturmedizin

Er informiert Patienten über die Wirksamkeit von PASCONAL® Nerventropfen, einem homöopathischen Arzneimittel zur Behandlung von nervösen Erkrankungen mit Schlafstörungen und nervöser Unruhe. Die Inhaltstoffe wie Hafer, Ignatiusbohne und Baldrian bringen Eltern und Kinder schnelle Beruhigung und Kräftigung des Nervensystems. Damit sind sie eine echte Alternative zu chemischen Arzneimitteln. Das Besondere: Die Tropfen sind für Schwangere und Stillende sowie Kinder ab dem 1. Lebensjahr geeignet.
Der Flyer informiert umfassend über den Einsatz von PASCONAL® Nerventropfen und gibt Tipps für mehr Kraft und Gelassenheit. Interessierte können ihn ab sofort kostenlos unter untenstehender Adresse anfordern:

PASCOE Naturmedizin
Schiffenberger Weg 55, D-35383 Giessen
Telefon +49(0)641 79 60-0
Telefax +49(0)641 79 60-109,
E-Mail: info@pascoe.de

21.06.2010


Dreluso informiert: Nephroselect® M

Nephroselect® M ist eine Kombination aus sechs Pflanzenextrakten und dem Kapuzinerkressesaft, dient der Behandlung von Harnwegserkrankungen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Produktbegleitung wurde im Herbst 2009 die Beurteilung von erfahrenen Therapeuten erfragt und ausgewertet.
Die 1.162 zurück gesandten Antwortbögen belegen den Nutzen von Nephroselect® M: die Wirksamkeit wird bei akuten (96%) und chronischen (93%) Entzündungen der ableitenden Harnwege wie auch bei Reizblase und Miktionsbeschwerden (85%) mit „sehr gut“ und „gut“ attestiert. Nahezu alle Therapeuten (99%) bestätigen dabei die „gute“ bzw. „sehr gute“ Verträglichkeit von Nephroselect® M.
Viele Therapeuten nutzen Nephroselect® M auch unterstützend bei Patienten mit/nach Chemotherapie, bei Angstzuständen, juveniler Aknebildung, allergischem Hautauschlag und bei Entgiftungs- und Ausleitungsmaßnahmen.
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: www.dreluso.de

Quelle: Dreluso Pharmazeutika Dr. Elten & Sohn GmbH

21.06.2010


Cystorenal® Cranberry plus Kürbiskern - Gratisproben für die Patienten

QUIRIS Healthcare verschenkt 25.000 Proben ’Cystorenal® Cranberry plus’ (Testsieger ÖKO-TEST 10-2009). Jeder Therapeut erhält für seine Patienten 10 Gratisproben mit jeweils 15 Kapseln (solange der Vorrat reicht). Die Proben sind erhältlich unter dem Stichwort „Cystorenal-Proben“ bei:

Quiris Healthcare
Am Kreuzkamp 5-7
33334 Gütersloh
E-Mail: info@quiris.de

Mit der Wirkstoffkombination in ‘Cystorenal® Cranberry plus, Kapseln’ wird die Blasengesundheit gleich dreifach gestärkt: Der Cranberry-Spezialextrakt verhindert das Anheften von Bakterien an die Blasenschleimhaut. Der Kürbiskern-Spezialextrakt unterstützt das Ausschwemmen der Keime. Zudem kräftigt und beruhigt er die Blase. Vitamin C stärkt zusätzlich das Immunsystem. ‘Cystorenal® Cranberry plus’ ist für Frauen und Männer gleichermaßen gut geeignet.

Quelle: Quiris

21.06.2010


Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten

Eine kürzlich veröffentlichte Meta-Analyse von acht Untersuchungen, die insgesamt mehr als 13.600 Personen einschloss, stellt die Auswirkung auf das Risiko zur Entwicklung von Herz- und Gefäßkrankheiten dar, wenn gesättigte durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden. Die Forscher fanden heraus, dass bei einer Ernährung, die 15% der Kalorien durch mehrfach ungesättigten Fettsäuren abdeckt, das Risiko, Herz- und Gefäßkrankheiten zu entwickeln um 19% sinkt, im Vergleich zu einer Ernährung, bei der die mehrfach ungesättigten Fettsäuren lediglich einen Anteil von 5% der Kalorien ausmachen. Diese günstige Wirkung erklären die Wissenschaftler mit der Tatsache, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren die LDL-Cholesterinwerte im Blut senken.

In seiner Zusammenfassung der Meta-Analyse weist Professor Katan der Freien Universität Amsterdam darauf hin, dass Empfehlungen mehr darauf abzielen sollten, gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen, um das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten zu senken.

In der Praxis ist es ganz einfach, gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen, indem mehr pflanzliche Produkte, wie beispielsweise Sojaprodukte (deren Fette hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren enthalten), anstatt tierischer Produkte wie Fleisch und Milch (deren Fette hauptsächlich gesättigte Fettsäuren enthalten) verzehrt werden.

Quelle: Mozaffarian, D., et al. “Effects on coronary heart disease of increasing polyunsaturated fat in place of saturatedfat: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.” PLoS Med. (2010).

21.06.2010


Neue Broschüre für Fachkreise: Iscador® in der Tumortherapie

Empfehlungen für die Behandlung

Die Broschüre „Iscador® in der Tumortherapie – Empfehlungen für die Behandlung“ von Weleda gibt umfassende Informationen zur erweiterten Krebstherapie mit dem anthroposophischen Mistelpräparat. Sie zeigt den aktuellen Stand der klinischen Mistelforschung und stellt für jede Tumorlokalisation die passende Therapieempfehlung sowie die praktische Durchführung vor.

Kostenfreie Bestellung der Broschüre für Fachkreise: E-Mail: kundenservice@weleda.de , Art.-Nr. 50661000

Für Fragen und weitere Informationen zu Therapie: Medizinisch-wissenschaftliche Abteilung/Therapieberatung Weleda AG
E-Mail: med-wiss@weleda.de, Tel. 07171-919 555

21.06.2010


Vitamin D3

Aktuelle Dosierungsempfehlungen und neueste Erkenntnisse
Ein gerade veröffentlichtes Positionspapier der Internationalen Osteoporose-Gesellschaft (IOF) empfiehlt neue prophylaktische Dosierungen für Vitamin D3 (1). Demnach sollten alle Menschen ab dem 65. Lebensjahr täglich 800 bis 1.000 IE (bzw. 20 – 25 µg) Vitamin D3 (Colecalciferol) zu sich nehmen, um Osteoporose, Frakturen und Stürzen vorzubeugen. Sollten zusätzlich Risikofaktoren vorliegen, erhöht sich die empfohlene tägliche Vitamin-D3-Zufuhr auf 2.000 IE.

Frakturrate verringert
Die IOF-Experten stützen sich bei ihren aktuellen Empfehlungen auf die Ergebnisse randomisierter, kontrollierter Studien bei Menschen im Alter über 60 bis 65 Jahre. Danach reduzierte die tägliche Einnahme von 700 bis 1.000 IE Vitamin D3 das Sturzrisiko um etwa 20 Prozent, und zwar unabhängig von der Höhe einer zusätzlichen Kalziumeinnahme. Einer weiteren Metaanalyse zu Folge verringerte die tägliche Einnahme von 400 bis 800 IE Vitamin D3 das Risiko für nicht-vertebrale und Hüftfrakturen um nahezu 20 Prozent (1).

Kognitive Funktionen verbessert
Weiterhin scheinen ältere Menschen auch in anderer Hinsicht von einer ausreichenden Vitamin-D3-Versorgung zu profitieren: In einer bevölkerungsbasierten bevölkerungsbasierten Studie wurde an 752 Patientinnen über 75 Jahre die geistige Leistungsfähigkeit im Hinblick auf ihren Vitamin-D-Status untersucht (2). Patientinnen mit Vitamin-D3-Mangel waren kognitiv signifikant weniger leistungsfähig als Patientinnen mit höherem Vitaminspiegel. Eine weitere Studie lässt gar einen vaskulo-protektiven Effekt von Vitamin D3 vermuten: Ein Mangel war assoziiert mit einer erhöhten Rate von Alzheimer-Demenz, Schlaganfall und cerebro-vaskulären MRT-Veränderungen (3), ein Resultat, das in weiteren Studien überprüft wird.

Neue Dosierungsempfehlung
Aufgrund der ausgewerteten aktuellen Studien sollte ein Serum-Hydroxy-Vitamin-D3-Spiegel (25-OHD3) von 75 nmol/L angestrebt werden, was durch eine tägliche orale Einnahme von 800 bis 1.000 IE Vitamin D3 üblicherweise erreicht werden kann (1). Bei Patienten mit Risikofaktoren wie Adipositas, Osteoporose, Kortikoid-Dauertherapie, zu geringer Sonnenlicht-Exposition (Heimbewohner, Kleidung, Immobilität) oder Malabsorption können jedoch bis zu 2.000 IE nötig sein. Der einfachste Parameter, um den Vitamin-D3-Status bei Patienten zu erfassen, ist die Bestimmung des Serum-25-OHD3-Spiegels, die in Deutschland als IGeL-Angebot durchgeführt wird. Angesichts des großen individuellen Nutzens gibt es gute Gründe, Patienten diese Untersuchung ans Herz zu legen.
Der Bedarf an oraler Zufuhr kann leicht abgeschätzt werden. Pro Einnahme von 100 IE Vitamin D3 erhöht sich der Serum-25-OHD3-Spiegel um etwa 2,5 nmol/L. Um von einem Ausgangswert von beispielsweise 50 nmol/L auf 75 nmol/L zu kommen, müssten also täglich 1.000 IE Vitamin D3 oral zugeführt werden. Nach etwa drei Monaten Supplementation sollte die Messung des Serum-25-OHD3 wiederholt werden, um sicherzustellen, dass der Zielwert von 75 nmol/L auch tatsächlich erreicht ist.

Die IOF-Empfehlung in Kürze:
* 800 – 1.000 IE Vitamin D3/täglich für alle Menschen über 60 bis 65 Jahre
* bis 2.000 IE Vitamin D3/täglich für Menschen mit Risikofaktoren
* pro 100 IE Vitamin D3 oral steigt der Serum-25-OHD3-Spiegel um etwa 2,5 nmol/L

Literatur und Links
(1) B. Dawson-Hughes B, Mithal A, Bonjour JP et al. IOF position statement: vitamin D recommendations for older adults. Osteoporos Int.; published online 29.04.2010; DOI 10.1007/s00198-010-1285-3
(2) Annweiler C, Schott AM, Allali G et al. Association of vitamin D deficiency with cognitive impairment in older women: cross-sectional study. Neurology. 2010;74(1):27-32. Epub 2009 Sep 30.
(3) Buell JS, Dawson-Hughes B, Scott TM et al. 25-Hydroxyvitamin D, dementia, and cerebrovascular pathology in elders receiving home services. Neurology 2010;74(1):18-26
(4) Hevert Fachkreisportal

21.06.2010


Verleihung des Fritz-Wörwag-Forschungspreises:

Zukunftsweisende experimentelle Untersuchungen mit Benfotiamin eröffnen neue Perspektiven für Nierenkranke

Für wegweisende Forschungen auf dem Gebiet der Nephrologie wurde Professor Dr. Vedat Schwenger, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Ärztlicher Leiter der Sektion Nephrologie am Universitätsklinikum Heidelberg, anlässlich des Wissenschaftlichen Symposiums 2010 in Stuttgart mit dem Fritz-Wörwag-Preis ausgezeichnet.
Ziel seiner experimentellen Forschungen war, die Bedingungen bei der Peritonealdialyse hinsichtlich der toxischen Belastungen für den Bauchraum zu verbessern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen reichen jedoch über das angestrebte Ziel weit hinaus und sind von potentieller Bedeutung für alle Patienten mit Nierenerkrankungen: Wie Schwenger im urämischen Tiermodell nachwies, verringert eine Behandlung mit der Thiaminvorstufe Benfotiamin bei Bauchfelldialyse nicht nur die peritoneale Gewebeschädigung, sondern auch die systemische Schädigung, was hinsichtlich Morbidität und Mortalität von großer Relevanz ist.

Ein bisher ungelöstes Problem bei der Peritonealdialyse sind Glucoseabbauprodukte (GDP), die während der Hitzesterilisation der zuckerhaltigen Dialysate entstehen. Diese werden in AGEs (advanced glycation endproducts) umgewandelt und haben lokal toxische Effekte auf das Peritoneum. Im Laufe der Behandlungszeit führen diese Prozesse zum Ultrafiltrations- und Dialyseversagen. Die GDPs werden aber auch – wie eine erste klinische Studie zeigte – aus dem Bauchraum in die Zirkulation resorbiert, was die Funktion der Restniere schädigt. „Protektive Ansätze, die sowohl die peritoneale Toxizität reduzieren, als auch die Restnierenfunktion erhalten, haben daher einen hohen klinischen Stellenwert“, berichtete Schwenger. In einem urämischen Tiermodell konnten nun erstmals die schützenden Effekte des lipidlöslichen Thiaminderivats Benfotiamin in einem Peritonealdialyse-Modell untersucht werden.

Benfotiamin reduzierte sowohl peritoneale als auch systemische Schädigungen
Es zeigte sich, dass urämische Tiere mit Peritonealdialyse aber ohne Benfotiamin-Behandlung deutliche Zeichen einer peritonealen Schädigung (Zunahme der submesothialen Dicke), einen Anstieg der Fibroseparameter sowie Zeichen einer gesteigerten Neovaskularisation aufwiesen. Die Tiere, die mit Bauchfelldialyse und Benfotiamin behandelt wurden, zeigten hingegen eine deutlich geringere peritoneale und systemische Schädigung sowie insbesondere eine niedrigere Albuminurie im Vergleich zu den urämischen Tieren ohne Benfotiamin-Behandlung. „Interessanterweise war dieser Effekt auch bei den urämischen Tieren mit Benfotiamin-Behandlung nachweisbar, die keine intraperitoneale Dialysatinjektion erhielten“, hob Schwenger hervor.
Eine entscheidende Bedeutung für diese Schutzeffekte scheint die so genannte Transketolase zu haben: Dieses Enzym des Zuckerstoffwechsels führt Glukoseabbauprodukte dem „unschädlichen“ Pentosephosphat-Weg zu und wirkt so der Bildung toxischer AGEs entgegen. Benfotiamin aktiviert die Transketolase, was auch Schwenger bei den urämischen Tieren mit und ohne Peritonealdialyse nachwies.
„Die Daten belegen somit klar einen sowohl lokalen protektiven Effekt von Benfotiamin auf das Peritoneum, als auch einen systemischen Schutzeffekt auf die Restnierenfunktion im urämischen Peritonealdialyse-Tiermodell“, fasste Schwenger sein Ergebnisse zusammen. Dieser Effekt sei auch in der Urämie per se nachweisbar. Schwenger folgert daraus, dass Benfotiamin durch Aktivitäts-Steigerung des Schutzenzyms Transketolase nicht nur im Peritonealdialyse-Modell, sondern auch in der Urämie an sich gewebeprotektive Eigenschaften aufweist. Die exakten Wirkmechanismen in der Urämie bedürfen noch der näheren Klärung. Schwengers Arbeitsgruppe vermutet, dass hier vor allem auch die antioxidativen und antiapoptotischen – also gegen die Apoptose gerichteten – Effekte von Benfotiamin maßgeblich sind. „Insgesamt deutet sich hier ein Schutz durch Benfotiamin für alle Nierenpatienten an, also auch unabhängig von einer diabetischen oder hyperglykämischen Genese: Ein Ansatz mit weitreichenden Konsequenzen, den wir mit aller Akribie weiterverfolgen“, sagte Schwenger im Interview.
Er ist jedenfalls zuversichtlich, dass sich seine Daten auch auf den Menschen übertragen lassen: „Ich persönlich würde Benfotiamin nehmen, wenn ich nierenkrank wäre, als Diabetiker sowieso“, sagte Schwenger.

Die unabhängige Jury des Fritz-Wörwag-Forschungspreises würdigte die therapeutische Tragweite der Ergebnisse: „Die unter der Leitung von Schwenger (Senior-Autor) eingereichte Arbeit stellt nicht nur experimentell einen wesentlichen Schritt in Neuland für die Therapie chronisch nierenkranker Tiere mit Hilfe der Peritonealdialyse dar, sondern sie darf für sich in Anspruch nehmen, über den Einsatz von Benfotiamin als therapeutischer Erweiterung in der Behandlung des chronisch nierenkranken Menschen nachzudenken“, begründete Prof. Dr. Konrad Federlin aus Gießen als Vorsitzender der Jury das Urteil des Gremiums.

Der mit 10.000,- € dotierte Fritz-Wörwag-Forschungspreis wurde in diesem Jahr zum 7. Mal von dem mittelständischen Familienunternehmen Wörwag Pharma aus Böblingen verliehen, um Forschung und Wissenschaft insbesondere im Bereich der klinischen Anwendung von Biofaktoren zu unterstützen.

Quelle: Wörwag

21.06.2010


TRUW gewinnt den „Zimt-Krieg“

Diabetruw® ist als diätetisches Lebensmittel verkehrsfähig

Der ostwestfälische Hersteller von Arzneimitteln, diätetischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, die TRUW Arzneimittel GmbH, Gütersloh, hat nach Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 14. Januar 2010 im Verfahren gegen den Verband Sozialer Wettbewerb e.V. (VSW) um das Produkt Diabetruw® Zimtextraktkapseln nun endgültig obsiegt. Das über 100jährige Familienunternehmen hat das Produkt Diabetruw® mit einem sehr hochwertigen standardisierten Zimtextrakt als diätetisches Lebensmittel zur Senkung eines erhöhten Blutzuckerspiegels bei Typ-2-Diabetikern entwickelt und Mitte 2004 in den Verkehr gebracht und über die Apotheken in Deutschland vertrieben. Der VSW hatte das Produkt angegriffen, da es sich nach seiner Auffassung um ein Arzneimittel handele. Außerdem erließ die Bezirksregierung Detmold als Aufsichtsbehörde eine Ordnungsverfügung, da sie das Produkt ebenfalls als Arzneimittel eingestuft hatte. Gegen diese Ordnungsverfügung hatte TRUW Klage eingereicht.
Die Besonderheit dieser beiden Verfahren – im Gegensatz zu vielen anderen Gerichtsverfahren – liegt darin, dass für Diabetruw® durch klinische Studien eindeutig und unbestritten festgestellt ist, dass das Produkt tatsächlich erhöhte Blutzuckerspiegel senkt. Dabei wurde festgestellt, dass der in Diabetruw® enthaltene Zimtextrakt nur eine Blutzuckersenkung verursacht, wenn der Blutzuckergehalt krankhaft erhöht ist.

Das Landgericht Bielefeld hatte nach Auswertung mehrerer Universitätsgutachten und durchgeführter Beweisaufnahme, die jeweils zum selben Ergebnis gekommen sind, festgestellt, dass Diabetruw® keine pharmakologische sondern eine nutritive Wirkung entfaltet und daher ein diätetisches Lebensmittel und kein Arzneimittel darstellt. Der Bundesgerichtshof hatte nach gegenteiliger Entscheidung des OLG Hamm im Urteil vom 14. Januar 2010 (Az I ZR 138/07) festgestellt, dass das Produkt in Übereinstimmung mit europäischem Recht als verkehrsfähiges Lebensmittel einzustufen ist, solange sichergestellt ist, dass der Verzehr einer vergleichbaren Menge Zimt keine Gesundheitsgefährdung hervorruft. Die Parteien des Rechtsstreits haben nach dem BGH-Urteil übereinstimmend festgestellt, dass der Verzehr von Zimt und insbesondere von Diabetruw® absolut unbedenklich ist. Das Urteil des LG Bielefeld wurde nach Rücknahme der Berufung beim OLG Hamm durch den VSW rechtskräftig.

Vor dem Hintergrund des BGH-Urteils hat die Bezirksregierung Detmold ihre am 28.09.2005 erlassene Ordnungsverfügung am 05.05.2010 aufgehoben und damit festgestellt, dass Diabetruw® verkehrfähig ist.

Diabetruw® kann weiterhin als diätetisches Lebensmittel vertrieben werden. Das mittelständische Pharma-Unternehmen TRUW hat nach einem 5jährigen langen juristischen Kampf nun endlich Rechtssicherheit für den weiteren Vertrieb dieses Produktes erhalten. Die Geschäftsführer Martin Steiner und Dr. Eckhard Neddermann freuen sich vor allem für die Endverbraucher. Viele setzen schon seit über fünf Jahren Diabetruw® Zimtextraktkapseln unterstützend zur Blutzuckerregulierung ein. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren ist der in den Kapseln enthaltende Zimtextrakt bei Typ-2-Diabetikern gut verträglich und einfach zu verzehren. In einer an der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführten doppelblind placebo-kontrollierten Studie wurde gezeigt, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Diabetruw® Zimtextraktkapseln der Blutzuckerspiegel bei Diabetikern (Typ 2) messbar gesenkt werden kann [Mang B. et al. (2006). Effects of a cinnamon extract on plasma glucose, HbA1c and serum lipids in diabetes mellitus type 2. Eur J Clin Invest 36 (5): 340-344]. Eine Blutzuckersenkung erfolgt nur dann, wenn der Blutzuckergehalt krankhaft erhöht ist. So fiel der Effekt bei gut eingestellten Diabetikern, die gleichzeitig orale chemische Antidiabetika einnahmen, geringer aus. Außerdem entstand bei den Studienteilnehmern keine Hypoglykämie (Unterzuckerung). Auch sonst wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen oder toxischen Effekte beschrieben. Die Blutzuckersenkung wird durch die im Zimt enthaltenen pflanzlichen Sekundärstoffe hervorgerufen. Diabetruw® ist ein typisches diätetisches Lebensmittel mit pflanzlichen Sekundärstoffen, das zur Ergänzung der normalen Ernährung für Diabetiker im Rahmen eines Diätplans eingesetzt werden sollte.

21.06.2010


Symposium der Firma Köhler Pharma

Fachfortbildung in den Bergen vom 17.03.2010 bis 20.03.2010

Das Symposium beleuchtete diesmal diverse medizinische Aspekte rund um den Sport im Gebirge. Das Heilklima spielt dabei eine besondere Rolle.
Dass Zink für ein intaktes Immunsystem unentbehrlich ist, zeigt eine neuere Studie, die auf dem Symposium vorgestellt wurde:
Ziel dieser Studie war es, mehr über den Zusammenhang zwischen dem Alterungsprozess des Immunsystems und einer marginalen Zinkunterversorgung bei gesunden älteren Menschen zu erfahren. Die EU hat dazu ein internationales Forschungsprojekt mit dem Namen ZincAge initiiert, bei dem Wissenschaftler der Beziehung zwischen Altern und Zinkmangel näher auf den Grund gehen sollen, um dem wachsenden Anteil an alten Menschen in unserer Gesellschaft ein beschwerdefreieres Altern zu ermöglichen. Im Alter lassen die Immunfunktionen mehr und mehr nach, was man an einer generell erhöhten Krankheitsrate ab 60 Jahren erkennen kann. Ältere Menschen zeigen häufig einen leichten Zinkmangel sowie niedrig-gradige chronische Entzündungen, die mit einer vermehrten Freisetzung proinflammatorischer Zytokine einhergehen. Diese latenten Entzündungen, die von den betroffenen Personen zwar nicht bemerkt werden, sind aber vermutlich einer der Hauptgründe für altersbedingte Erkrankungen wie Demenz, Arteriosklerose, Diabetes mellitus (Typ II), COPD und Rheumatoide Arthritis.
Nachdem ihre Ausgangswerte (aktueller Zinkgehalt im Körper und Anzahl der Leukozyten) bestimmt wurden, erhielten die 19 klinisch physisch und psychisch gesunden, zwischen 65 und 82 Jahre alten Teilnehmer (10 Frauen, 9 Männer) über circa 7 Wochen zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung 10 mg Zinkaspartat (Unizink® 50). Einige Teilnehmer der Vergleichsgruppe erhielten kein zusätzliches Zink.
Diese moderate Zinkzufuhr verringerte die Freisetzung der proinflammatorischen Zytokine IL-6 (96,5 %), TNF-alpha (12 %), IL-1 beta (19 %), IFN-gamma (10,69 %) sowie IL-8 und verbesserte bzw. wirkte ausgleichend auf die Immunantwort (Wiederherstellung der T-Zellfunktionen), was wiederum zu einer geringeren Inzidenz von Infektionen, Autoimmun-, Krebs- und anderen altersbedingten Erkrankungen führt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Antiphlogistika unterdrückt Zink die Immunantwort auf pathogene Eindringlinge nicht, sondern optimiert sie. Nach der siebenwöchigen Gabe von Zink stieg der Serum-Zinkspiegel um 11 %, während sich der intrazelluläre Zinkgehalt um 61% signifikant erhöhte. Desweiteren stellte sich bei einem Vergleich der hZIP mRNA-Werte heraus, dass die Expressionen bei älteren Personen, im Gegensatz zu jüngeren Probanden, bei allen Zinktransporter-Subtypen in mono-nukleären Zellen reduziert waren. Die Zink-Transporter hZIP1, hZIP2 und hZIP3 sind für die Zinkhomöostase von Bedeutung. Sie sind in der Plasmamembran lokalisiert und verantwortlich für die Zinkaufnahme.

Klinisch gesunde ältere Menschen können von einem frühzeitigen Nachweis eines Zinkmangels und einer darauf abgestimmten Substitution mit Zink profitieren (Kahmann L et al.; Zinc Supplementation in the Elderly Reduces Spontaneous Inflammatory Cytokine Release and Restores T Cell Functions; Rejuvenation Research 2008; 11; 227-237).
Neben einer Infektneigung können die folgenden weiteren Symptome auf einen Zinkmangel hindeuten: Verminderter Appetit, Apathie, Lethargie, Schwäche, Gereiztheit, Alopezie, Haut- und Schleimhaut-läsionen, schlechtere Wundheilung, Diarrhö, Seh- und Hörstörungen, Anämie, Hepatosplenomegalie, Wachstumshemmung, Hypogonadie (bei Jugendlichen) und Zyklusstörungen.
Herkömmlichen Sport-Mineralgetränken werden übrigens keine Spurenelemente wie Zink zugesetzt. Präparate wie Unizink® 50, die die Verbindung Zinkaspartat enthalten, bieten sich besonders an, da Aspartat wichtig für die Umwandlung von Fetten und Kohlenhydraten in Coenzyme ist. Auch als Neurotransmitter und für den Aufbau der Muskelmasse (Biosynthese von Purin und Pyrimidin) ist Asparagin bedeutend. Asparaginsäure bzw. Aspartat kann zudem die Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit vieler Mengen- und Spurenelemente fördern. Magensaftresistente Tabletten begünstigen die Verträglichkeit.
Auf dem Symposium der Firma Köhler Pharma vom 17.03.2010 bis 20.03.2010 wurde u.a. darauf hingewiesen, dass regelmäßiges Training den Bedarf an Energie, Proteinen und Mikronährstoffen ganz erheblich erhöht. Es wurde ausgeführt, dass deshalb auch folgende Präparate für Sportler hilfreich sein können:

Calciretard (magensaftresistente Tabletten): Calcium ist an der Entstehung und Übertragung von Reizen in Nerven und Muskeln (Muskelkontraktion) beteiligt. Sportler insbesondere Ausdauersportler haben einen erhöhten Calciumbedarf. Cuvital liposomal 100 (Trinklösung): Coenzym Q10 verbessert die Energiebereitstellung in den Muskelzellen. Kreatin optifit (Pulver), Kreatin energie plus (Kautabletten): Kreatin ist wichtig für den Energiestoffwechsel (Skelett-, Herzmuskulatur etc.) bzw. für die ATP-Produktion und –Resynthese in Muskel- und Nervenzellen. Rekonvit: Das Trinkpulver versorgt den Organismus mit wertvollen Aminosäuren aus Molkenprotein, Vitaminen und Mineralien wie Zink, Magnesium, Calcium etc. Vitazell Arthro (Kapseln): liefert wichtige Substanzen wie Glucosamin-, Chrondoritinsulfat, Vitamin E etc. für die Gelenke. Therazym (Tabletten): Die proteolytischen Enzyme beschleunigen den Heilungsprozess bei Verletzungen. Magnesium-Köhler: Magnesium ist unentbehrlich für die Muskelfunktion. Uni-Injekt/Uni-Injekt forte: Hyaluronsäure ist der wichtigste Bestandteil der Synovia und dient bei allen Gelenkbewegungen als Schmiermittel. Bei Schmerzen oder eingeschränkter Motorik aufgrund degenerativer bzw. posttraumatischer Erkrankungen oder Veränderungen der Gelenke.

Verfasserin:
Heike Lück-Knobloch, Heilpraktikerin, Everskamp 8, 40885 Ratingen, Tel. 02054-104 77 97

21.06.2010


Im Bayerischen Rundfunk:

Was kann ein Heilpraktiker?
Ursula Hilpert-Mühlig im Dialog

Unter dem Titel "Was kann ein Heilpraktiker? – Naturheilkunde und Schulmedizin im Dialog“ sendete der Bayerische Rundfunk (BR2) in seiner Hörfunksendung „Gesundheitsgespräch“ am 15. Mai 2010 ein ausführliches Interview mit Ursula Hilpert-Mühlig, der Vorsitzenden des Heilpraktikerverbandes Bayern.

Gegenstände des Gesprächs waren das Berufsbild und die Ausbildung sowie die Pflicht zur berufsbegleitenden Fortbildung. Weitere Themen waren die rechtlichen und die fachlichen "Grenzen des Heilpraktikerberufs", die wichtigsten Behandlungsmethoden der Heilpraktiker und die damit verbundenen Sorgfaltspflichten.

Das Gespräch wurde in einer journalistischen Aufbereitung in Wort und Bild auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks dokumentiert und kann unter http://www.br-online.de/bayern2/gesundheitsgespraech/was-kann-ein-heilpraktiker-DID1273745678877/index.xml  aufgerufen werden. Der Dialog zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin, an dem sich auch Zuhörer mit ihren Fragen beteiligen konnten, ist als Podcast ebenfalls unter obigem Link nachzuhören.

09.06.2010