ZimmerpflanzenSenken die Schadstoffbelastung und verbessern das Mikroklima in RäumenVon Jens Bielenberg
Eine wesentliche Bedeutung für die Entstehung von Umwelterkrankungen kommt dem Problem der Innenraumbelastung mit Luftschadstoffen zu. Längst ist bekannt, dass Pflanzen eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden haben. Neuerdings gelten Forschungsaktivitäten der Verbesserung der Luftqualität durch Pflanzen. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über Pflanzen, die zur Entgiftung von Wohnräumen geeignet sind und versucht transparent zu machen, warum Pflanzen so wichtig sind zur Verbesserung des Mikroklimas in Arbeits- und Wohnräumen. Das „Sick- Building-Syndrom“Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit stellte 2009 in seinem Statement zur Innenraumluft fest, dass „Eine möglichst unbelastete und klimatisch behagliche Innenraumluft für das Wohlbefinden und die Gesundheit eine entscheidende Bedeutung besitzt. Durch neuartige Baustoffe und eine ständig wachsende Anzahl von Haushalts- und Hobbyprodukten werden heute in der Raumluft eine Vielzahl von chemischen Substanzen gefunden, die es früher nicht gab. Seit in den 70iger Jahren nach der „Ölkrise“ damit begonnen worden ist, zur Einsparung von Heizenergie, die Räume gegen die Außenluft besser abzudämmen, wurde der Luftaustausch deutlich verringert und damit die Konzentration von neuartigen Schadstoffen erhöht. So ist die Belastung mit Toluol in privaten Innenräumen bis zu 50mal und mit Formaldehyd bis zu 10mal so hoch wie auf der Straße (1). Die Innenraumluft kann bis zum Faktor 10000 höher mit Chemikalien belastet sein als Stadtluft (2). Versiegelte Parkettfußböden sind Emittenten von verschiedenen Lösungsmitteln (z.B. Butylacetat). Besonders Büros sind voller Quellen von Umweltschadstoffen. Tapeten, Teppichböden und Möbel sowie die Büroelektonik, allen voran Kopierer und Drucker sind Ursachen schlechter Luftqualität. Seit jüngerer Zeit werden nicht mehr die Toner als Ursache verantwortlich gemacht sowie die Freisetzung leicht, mittel und schwerflüchtiger Verbindungen sowie Staubpartikel. Dies kann zu Reizungen der Augen sowie der Nasen- und Rachenschleimhaut führen. In jüngster Zeit hat sich das „Sick Building-Syndrom“ (gebäudebezogenes Krankheitsbild) im Sprachgebrauch etablieren können. Die Liebe zu Pflanzen genetisch fixiert?Forscher vermuten, dass die Liebe zu Pflanzen in unseren Genen steckt. Dies scheint keine sensationelle Entdeckung zu sein, da sich unser Leben nahezu 2 Millionen Jahre im Grünen abgespielt hat. Pflanzen liefern Schutz, Nahrung, Wasser und damit eine erhöhte Überlebenschance. Aber auch in einem anderen Zusammenhang liefern Pflanzen für den modernen Menschen einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung des der Lebensqualität durch Optimierung des Mikroklimas in Räumen. |
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