EDITORIAL

Online Tip ...

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wer steckt eigentlich hinter dem Internet? Diese überaus häufig gestellte Frage ist so nicht zu beantworten. Es ist keine Organisation oder Firma, die dieses gigantische Netzwerk koordiniert bzw. leitet, es gibt auch keinerlei zentralisiertes Management. Im Gegenteil: Auf der obersten globalen Ebene ist es profan gesagt ein „Selbstläufer“. Das Internet ist mehr oder weniger eine Sammlung von Tausenden individuellen Netzwerken, die im Prinzip alle einzeln betrieben und finanziert werden. Zum Überspielen von Informationen bzw. Daten läuft jedes Netzwerk mit anderen untereinander zusammen. In der Gesamtheit bilden alle diese Netzwerke die verzahnte Datenorganisation des Internet.

Die eigentlichen Verknüpfungen können hierbei entweder gängige Telefonleitungen sein oder - etwas moderner - Glasfiberkabel mit Mikrowellenverbindung bzw. hochleistungsstarke Breitbandkabel (sog. „Backbones“).

Natürlich gibt es zentrale Vereinbarungen hinsichtlich Internet-Arbeitsweisen bzw. Standards für Protokolle. Jene standardisierten Vereinbarungen sind in den sogenannten „RFCs“ (Request for Comment) festgeschrieben, auf die sich Internetorganisationen bzw. Internetnutzer verständigt haben.

Das Internet stellt wohl insgesamt gesehen das größte globale Computernetz auf der ganzen Welt dar. Schätzungen gehen davon aus, daß mittlerweile ca. 150 Millionen Personen Zugang zu diesem System haben. Von allen verschiedenartigen Internet-Diensten hat dabei das World Wide Web (WWW), das auch die Übertragung multimedialer Daten ermöglicht, am meisten an Popularität hinzugewonnen. Stichworte wie Globalisierung, Vernetzung und Informationsgesellschaft stehen für diese Entwicklung, die wohl offensichtlich nicht aufzuhalten ist, sondern sich rasant entwickelt und erweitert und ihre selbstdefinierte Sinnerfüllung auch erst erreicht, wenn praktisch jeder Erdenbürger mitmacht. Und eine Zweiklassengesellschaft von solchen, die mitmachen, und denen, die nicht mitmachen, würde am Ende der Entwicklung wenig Sinn machen.

Berührungsängste gibt es freilich auch, und die scheinen sogar zuweilen verständlich. Andererseits bietet diese Technik einen Zugang zu einer schier unendlichen Fülle von Informationen, die man freilich nicht oder nur ansatzweise überblicken kann. Die Vollständigkeit aller Informationen kann auch nicht das Wissensziel eines Nutzers sein, das dürfte als letztem Menschen vielleicht Leibniz noch einigermaßen gelungen sein. Nein, das Internet ist ein Angebot mehr nach Goethes Maxime: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.

Wir als Fachzeitschrift Naturheilpraxis möchte Ihnen beim Suchen nach dem für unsere Naturheilkunde Interessanten und Wichtigen helfen. Ab dieser Ausgabe bauen wir einen ausgewählten und strukturierten Adressen-Pool auf, der sich jeweils an unserem monatlichen Themenschwerpunkt ausrichtet und so monatlich zunimmt und allmählich zu einem recht ansehnlichen naturheilkundlichen Adressen-Pool heranwächst, der dem Therapeuten dienlich und nützlich sein kann.

Die Adressenerweiterung wird jeweils in unserer Fachzeitschrift kurz vorgestellt, dieses Mal auf Seite 610/611, und ist dann auf unserer Internet-Plattform www.naturheilpraxis.de unter Online-Tip in ihrer ganzen Ausführlichkeit abrufbar.

Also - besuchen Sie uns doch einmal! www.naturheilpraxis.de

Herzlichst Ihr


Naturheilpraxis 04/2001