EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einen herzlichen Glückwunsch dem Jubilar Otto Eichelberger, einer unserer ganz großen Homöopathen wird am 6. dieses Mai-Monats 70 Jahre. Seine Verdienste aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Editorials sprengen, unser Glückwunsch und unser Dank an ihn sind deshalb nicht minder herzlich. Er ist Vorsitzender der »Deutschen Gesellschaft für klassische Homöopathie«, deren Organ zu sein wir uns glücklich schätzen, einer Gesellschaft, in der Heilpraktiker und Ärzte gemeinsam an den Problemen der Homöopathie arbeiten, um ihre Heilkraft noch effektiver in den Dienst der Patienten stellen zu können. Das nicht zuletzt gilt es ihm zu danken.

Von den Veröffentlichungen dieser homöopathischen Gesellschaft in unserer Zeitschrift haben hoffentlich schon recht viele Homöopathen profitiert. Eichelbergers Geburtstag soll uns auch ein willkommener Anlaß sein, die gesamte Mai-Ausgabe unserer Fachzeitschrift dem Schwerpunkt »Homöopathie « zu widmen. Die Mobilisation unserer Mitarbeiter für dieses Thema ergab eine Fülle von guten Beiträgen, die auch nach strengster Auswahl und Sichtung unmöglich in eine einzige Nummer hineinpassen. Wir möchten unseren geneigten Lesern diese Beiträge allerdings nicht vorenthalten und werden diese in der übernächsten – also der Juliausgabe – abdrucken.

Die Homöopathie erfreut sich begrüßenswerterweise einer stark zunehmenden Beliebtheit und Anerkennung. Bei aller Ideologiestrenge der Homöopathie möchten wir Ihnen dennoch Beiträge aus dem »Umfeld« derselben, wie der Spagirik, der Nosoden oder der Biokatalysatoren nicht vorenthalten, um auch dieses erweiterte therapeutische Spektrum zu seinem Recht kommen zu lassen.

In einer Zeit der materiellen Exzesse, auch im Bereich der Therapie und der gleichzeitigen Zunahme der Vergiftung der Materie, bekommt der feinstoffliche Bereich eine immer größere Bedeutung. Da der Glaube, die immer deutlicher werdenden Probleme mit der Materie durch immer neue Materialschlachten in den Griff zu bekommen, sich auf einen Punkt zubewegt, der immer mehr Zweifel an der Richtigkeit dieses Glaubens aufkommen läßt oder an dem er schließlich ganz umkippt, findet das Bemühen um den feinstofflichen Bereich bzw. seine Interaktion und Verknüpfung mit energetischen Prozessen und geistigen Energien berechtigterweise immer mehr Beachtung.

Lassen Sie uns wenigstens als Naturheilkundler die Zeichen der Zeit erkennen und nicht erst noch einmal alle Fehler der Medizingeschichte nachvollziehen. Lassen Sie uns mit dem Wissen um naturheilkundliche Wahrheiten, mit dem Wissen um die Zusammenhänge von Stofflichem, Feinstofflichem, Energetischem, Seelischem und Geistigem, uns diesen vorsichtigen und respektvollen Therapiearten widmen. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, in allen Bereichen der energetischen Medizin gibt es fast tagtäglich »Aha-Erlebnisse«, naturheilkundliche Arbeitshypothesen bestätigen mehr und mehr ihre Richtigkeit.

Lassen Sie uns die Pioniere dieser Entwicklung bleiben und nicht neidvoll auf materielle Spätzeitexzesse einer schon längst angeschlagenen allzu materiellen Medizin schielen. Die Zeiten, wo sich im Bereich der Ordnungs-, Resonanz- und Informationstherapie die Homöopathen mit den energetischen Therapeuten aller Schwingungsbreiten vom Licht bis zum Elektromagnetismus in den Armen liegen und erstaunt feststellen: »Mein Gott, wir machen ja alle das gleiche!« sind nicht mehr fern. Wenn wir treu sind – vielleicht sind wir dabei.

Herzlichst Ihr


Naturheilpraxis 05/1988