EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Kenntnisse und Fähigkeiten sind die Grundausstattung in der Ausübung der Heilkunde – ohne die geht gar nichts. Und es besteht kein Zweifel, daß diese Grundausstattung durch eine gezielte Ausbildung recht umfangreich ausfallen sollte. Einige berufsständische Verbandsfachschulen leisten dabei seit Jahren eine vorbildliche Arbeit, indem sie ihre Ausbildungsinhalte an der Verantwortung des Heilberufs und an seinem Tätigkeitsfeld praxisorientiert ausrichten. Das sind die optimalen Bedingungen für den Start.

Aber nichts ist für alle Zeit – besonders in einem Heilberuf. Der Ausbildungsabschluß, auch der akademische, ist nichts, von dem allein man ein Leben lang zehren könnte. Danach beginnt eine ebenso wichtige Phase des Lernens, nämlich die der Weiterbildung im Zusammenhang und in der Auseinandersetzung mit der Tätigkeit in der täglichen Praxis. Das Erlernte will täglich in der Konfrontation mit den Patienten beurteilt, bejaht oder sogar auch einmal in Frage gestellt werden. Aus diesen Erfahrungen heraus muß es nachgearbeitet, vertieft und erweitert werden.

Die Fachfortbildung und der kollegiale Erfahrungsaustausch ergänzen die Auseinandersetzung jedes einzelnen mit den Problemen der menschlichen Heilkunst.

In diesem Bereich möchten wir mit unserer Fachzeitschrift einen fruchtbaren Beitrag leisten. Deshalb die Vielfältigkeit und Differenziertheit der Denkansätze und Erfahrungen, die wir zur Diskussion stellen.

Wir bemühen uns, Ihnen damit einen guten Dienst zu tun.

Herzlichst Ihr


Naturheilpraxis 03/1990