EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Privatgelehrte Dr. Orth, der sich mit Forschungen zur Symbiose des Menschen mit Mikroorganismen befaßt, hat postuliert: »Ich bin überzeugt, daß ein gesunder Mensch nach der Behandlung bzw. den Therapien, wie sie jetzt bei ,AIDS’ üblich sind, an einer Immunschwäche stirbt.« Diese Überzeugung muß man vom Standpunkt der Naturheilkunde aus teilen, noch dazu, wenn man sich seine höchst naturheilkundliche Argumentation anschaut, die auf Erfahrung und Studien beruht.

Die konventionell behandelten AIDS-Kranken sterben praktisch an einer Unterernährung als Folge einer totalen Verpilzung nach Therapie mit Antibiotika und AZT. Hinter den vielen Erscheinungsformen, die heute zum Krankheitsbild von AIDS gezählt werden, steht vor allen Dingen das Pilzwachstum, das in Korrelation zur Übersäuerung des Gewebes zu sehen ist.

An der orthodoxen AIDS-Therapie sieht man konzentriert und wie im Zeitraffer noch einmal überdeutlich, welche Probleme wir uns mit den Antibiotika seit ihrer Erfindung und ihrem Einsatz vor gut einem halben Jahrhundert geschaffen haben. Es erübrigt sich, in diesem Zusammenhang auf die Verdienste dieser Therapie hinzuweisen, hier soll es um den unkritischen und unbedenklichen Einsatz gehen, die sinnlose Zerstörung der bakteriellen Darmflora und die Verpilzung der Schleimhäute von Darm, Lunge u. a.

Die Risiken des Menschen bestehen eben nicht nur aus Bakterien, sondern auch aus Viren, Pilzen und anderen Parasiten.

Durch medizinische Routinetests werden Pilze nach wie vor unvollständig entdeckt. Wenn sie z. B. in die Dünndarmschleimhaut einwandern, müssen sie immer noch nicht im Stuhl zu entdecken sein. Aber wenn, wie z.B. bei AIDS-Kranken, ständig immunsuppressiv behandelt wird, kann man, noch dazu bei übersäuertem Blut und Gewebe, davon ausgehen, daß sie da sind.

Pilze sind heute allgegenwärtig, es ist die neue Seuche, die mehr Beachtung verlangt und als Gesamtproblem in Diagnose und Therapie gesehen werden muß, wie es die Naturheilkunde schon lange verlangt.

Herzlich Ihr


Naturheilpraxis 04/1992