EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Gedanken zum Jahresende 1992

Wenn man das Jahr so überblickt,
Nach dem, was schief ging, was geglückt
Vom Standpunkt der Naturheilkunde:
Macht eher Skepsis wohl die Runde.
Weil einerseits das Volk für mehr plädiert,
Doch die EG dagegen stets votiert.

Wenn dann, wie dieses Jahr das Parlament
Kühn gegen Bürokraten auch anrennt,
So bleibt es letztlich doch ganz still
Um das, was Volkes Wille will.

Ist Homöopathie auch sehr beliebt –
Millionen froh, daß es sie gibt,
ist doch das Beste noch an dem EG-Beschluß,
Daß man das alles nicht so machen muß,
bei dem, was heut schon auf dem Markt.
– Kommt erst in Zukunft der Infarkt? –

Damit nicht, was zentral geplant,
Und was der Skeptiker schon lange ahnt,
ln Zukunft wirklich auch passiert,
Muß man aktiv und ungeniert
Zu seiner Überzeugung ganz klar stehn,
Damit es auch die Gegner sehn,
Daß das schon richtig ist und gut,
Was die Natur seit jeher tut:
Sich selbst heilt, wenn man sie nur läßt,
Sie nicht mit falschen Mitteln stresst –
Und das noch zum Gebot erhebt,
Daß die EG streng danach lebt.

Hier tut Vernunft, Besinnung not,
Damit uns das nicht wirklich droht,
Was bürokratisch man zentral geplant,
Wo von Naturheilkunde man nur wenig ahnt.

Deshalb:
Sind wir nicht Überzeugungstäter,
Und zwar besser früher als erst später,
Kann unser Pflänzchen dort nicht blühen,
Wo andere es zu zertreten sich bemühen.

So geht auch Hoffnung durch die Runde,
Als fest im Bund mit der Naturheilkunde.
Gedanken, die uns jetzt bewegen,
Sie bringen vielleicht später Segen.
So bleibt zu wünschen noch ein Rest.

All' uns'rer Leserschaft einfrohes Fest.

Herzlichst Ihr


Naturheilpraxis 12/1992